Meldung für Beamte und den öffentlichen Dienst in Sachsen: „Unverschämt und absurd“; 06/2016

„Unverschämt und absurd“

„Jedes Kind ist für uns gleich wichtig, jedes Kind hat ein individuelles Recht auf hochwertige Bildung.“ Diesem Satz stimmt wohl jeder zu. Er stammt aus einem öffentlichen Appell der GEW, die ihn sogleich in Kontrast zur Realität setzt. Die Umsetzung dieses Anspruches sei in Sachsen akut gefährdet, heißt es darin. Grund seien nicht nur steigende SchülerInnenzahlen. Auch für die große Zahl der altersbedingt ausscheidenden PädagogInnen sei kaum noch qualifizierter junger Ersatz zu finden. Zu dem Schritt, an die breite Öffentlichkeit zu gehen, sah sich die GEW gezwungen, nachdem die Staatsregierung im Frühjahr eine Erklärung verweigerte, mit der lediglich die jetzige Unterrichtsverpflichtung für LehrerInnen für die nächsten zwei Schuljahre festgeschrieben werden sollte. Nach Einschätzung der Gewerkschaft will sich das Kultusministerium die Option offen halten, das Regelstundenmaß zu erhöhen und die Altersermäßigungen abzuschaffen. „Ein solches Vorhaben ist nicht nur unverschämt, sondern angesichts der Zunahme der Krankentage und angesichts der größer werdenden Quote des Ausscheidens vor der Regelaltersgrenze auch ziemlich absurd“, heißt es dazu in einer Mitteilung an die GEW-Mitglieder.

Quelle: Beamten-Magazin 06/2016


 

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